3. Taucher-Meeting-München
CBR  am  23.03.2002

Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist + zertifizierter Sport-Optiker


von Ulrich Mößlang und Theo Kirchharz 

Dr. Kern, Präsident des VDST begrüßte Ehrengäste und viele anwesende Taucher, 
die den Tagungsraum bis auf den letzten Platz füllten.


Frau Monika Dech, Messe München
Herr Lachenmeier, BLTV Präsident
und Herr Axel Stibbe Präsident des Nordrein-Westfälischen Tauchsportverbandes . 
 

Mit einiger Verspätung begann die Begrüßung  mit Herrn Lachenmeier , Präsident des BLTV . Frau Monika Dech, sprach die Begrüßungsworte  der Messe München und hob hervor, dass es dem BLTV gelang, mit einem Kindertauchbecken ein Messehighlight auf der CBR München zu schaffen. Der Andrang gab den Worten recht. Zahlreiche Eltern wollten ihren Kindern den ersten Ausflug unter Wasser ermöglichen.

 

Es folgte ein Vortrag von Herrn Rechtsanwalt und Notar Michael Frenzel über Haftungsfragen speziell für Schnuppertauchen, die seit 01.01.2002 neue Dimensionen angenommen haben.
Zur Einleitung sprach er allgemeine Situationen an, z.B. dass nunmehr ohne ausführliche Aufklärung der Verein immer in der Haftung ist und dass beide Elternteile ihr Einverständnis geben müssen. Probleme kommen hinzu wenn das Sorgerecht bei geschiedenen Elternteilen nicht geklärt ist, oder Krankheiten und Medikamenteneinnahme verschwiegen werden.
In der Schuldrechtsreform §308 Nr. 7 BGB ist festgelegt, dass alle fest vorformulierten Klauseln unwirksam sind. So sind handschriftliche Vereinbarungen zu treffen, die von allen Beteiligten zu unterzeichnen sind. Ein ausreichender Versicherungsschutz ist demnach enorm wichtig. Mit dem Gerlingkonzern sind alle angeschlossenen Vereine abgesichert.

 

 

Herr Dr. Axel Kern Präsident vom VDST stellte eine Tauchunfallauswertung vor.

Es waren 81 Tauchunfälle 2002 registriert, davon 65 männliche und 16 weibliche Personen.
Bei den Altersgrenzen lagen  bis            19 Jahre           3
                                                            20-29 Jahre    11
                                                            30-39 Jahre    30
                                                            40-49 Jahre    20
                                                            50-59 Jahre      3
                                                            60-69 Jahre      2
                                                         über 70 Jahre      

Die Probleme:              HNO              26
                                    DCS1             11
                                    DCS2             18
               Arterielle Gasembolie             2
               Pneumothorax                        2
               beinahe Ertrinken                   4
               allgemeine Verletzungen        15
    tauchunabhängige Verletzungen        

Von den 5 tödlichen Unfällen waren 3 tödliche Tauchunfälle und 2 führten wegen einer Erkrankung zum Tode.
 

Herr Wolfgang Krichel vom Gerlingkonzern sprach über Versicherungsprobleme.

Er wies darauf hin, dass die VDST-Versicherung nicht nur Tauchunfälle mit der Hotline beinhaltet, sondern auch einen kompletten Auslandsversichungsschutz bietet. 
Für Taucher die auf einer Auslandsbasis länger als 56 Tage arbeiten, kann der Versicherungsschutz für ca.1 € pro Tag verlängert werden. Für ca. 400 € ist eine Jahrespolice erhältlich.

 

Herr Jürgen Patzer referierte über das Technische Tauchen im VDST.

Lt. VDST-Definition: Technisches Tauchen ist Tauchen mit einem anderen Gasgemisch als normale Luft. 
5% der VDST-Mitglieder tauchen mit Nitrox und 0,25%  tauchen mit einem Rebreather.

Wann sollte Nitrox benutzt werden?

  1. Lange Tauchgänge über 40 m. ( Urlaubstauchen )

  2. Mehrfache Aufstiege.

  3. Viele Respektivtauchgänge.

  4. Decoprobleme.

Man ist sich auch einig, dass Nitroxtauchgänge mit den "normalen" Tauchcomputern durchgeführt werden können. So ist man immer auf der sicheren Seite ohne die längere Nullzeit auszunutzen.

 

Axel Stibbe referierte über die neue CMAS Germany.

Siehe auch unter: 
http://www.taucher.net/redaktion/16/show.html?topic=5

Die neuen Brevets der CMAS Germany für das Nitroxtauchen wurden vorgestellt. 

 

Benjamin Franz, berichtete über die Apnoe-Szene 

in einem gelungenen, fesselnden Vortrag verstand es Benjamin, Apnoe den Zuhörer näher zu bringen. Der Bericht wurde mit vielen Bildern und Kurzfilmen unterlegt.
Mehr Info: www.benjamin-franz.de
Er demonstrierte den Apnoesport zur Freude vieler Zuschauer im fahrbaren Tauch-Truck des BLTV / VDST Standes.

 

Dietmar Fuchs, Chefredakteur der Zeitschrift Unterwasser 

referierte über Testberichte in Tauchmagazinen und den Problemen mit  Herstellern bei einer nicht so optimalen Beurteilung des Testgegenstandes.

Prof. Tom Gomercic und Frau Martina Duras berichteten über das Adria-Schutzprojekt und die Delphinforschung. 

Herr Rollo Gebhard wurde mit der VDST-Ehrenplakette ausgezeichnet. 
Er nutzte die Ehrung, um ausführlich über seine Atlantic- und Pazifiküberquerungen und über den Schutz der Delphine zu sprechen. 

 

Der Blick aus dem Konferenzraum in die Halle A 6  der Neuen Messe München

Im Kindertauchbecken auf dem gemeinsamen BLTV / VDST Stand war großer Andrang und der Nachwuchs konnte seinen Einsatz kaum mehr erwarten. 


Im Bild Manuel Gerzer aus Feldkirchen bei München. Ihm gefiel der kurze Ausflug so gut, dass seine Eltern einen Tauchkurs im Sommer fest einplanen.


Arabella-Moderator und Präsident Paul Lachenmeier versorgten
die Zuschauer mit Informationen rund ums Tauchen.


Der Tauch-Truck zog das Publikum magisch an, weil ständig Interessantes geboten wurde.
 

Beim anschließenden Rundgang durch die Messehalle verweilten wir an einigen interessanten Verkaufsständen.

Auf dem Stand eines Taschenhersteller fanden wir neben vielen verschieden Reisetaschen und Tauchkoffern, in den unterschiedlichsten Kombinationen, auch ein Exemplar im XXXL-Format Es ist für 169.- € zu erwerben. Der New Ice Bag fasst ca. 210 Liter.

 

Bei den verschiedenen Ausstellern von Tauchsportartikeln herrschte reger Andrang. Einer der bestsortiertesten Anbieter war die Firma Braun aus München. 


Durch die große Anzahl des Fachpersonals konnten auch im Trubel informative Gespräche geführt werden. Es gab eine Menge Sonderpreise und spezielle Messeangebote.

 

Die Firma Atzberger war auch mit einem Stand vertreten


Nach meiner Begrüßung wurde ich an einen Herrn verwiesen, der leider vergaß, sich vorzustellen. Auf meine Frage, warum die Firma Atzberger nicht auf der Boot in Düsseldorf , aber auf der CBR in München vertreten war, bekam ich folgende Antwort: „Was geht das sie an“.  Auf meinen Hinweis, dass unsere Leser dies interessieren könnte, antwortete er: „ Das ist uns egal, verlassen sie sofort den Stand“. Wir kamen noch des öfteren bei unserem Rundgang dort vorbei, einen Andrang konnten wir nicht feststellen.   

Einzelheiten zum 3. Taucher-Meeting-München

 

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